Pressemitteilung des UBSKM

Erste Sitzung des neuberufenen Betroffenenrates beim UBSKM (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs)

Missbrauchsbeauftragter Rörig: „Einsatz, Energie und Expertise des Betroffenenrates sind eine starke Säule im Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Gerade bei dem ständigen Bemühen, Politik und Gesellschaft für konsequenteres Handeln zu gewinnen, ist die Kompetenz Betroffener unerlässlich.“

Berlin, 26.06.20 Heute fand die konstituierende Sitzung des neu berufenen Betroffenenrates beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) statt. Das Gremium umfasst nun 18 Mitglieder, eine dringend erforderliche Verstärkung um sieben Betroffene angesichts des sehr großen und anspruchsvollen Aufgabengebietes:

 „Das Bekanntwerden immer neuer Missbrauchsfälle wie jüngst in Münster oder die durch die Corona-Krise sichtbar gewordene, erschreckend alltägliche familiäre Gewalt zeigen: die Herausforderungen für einen effektiven Kinderschutz in Deutschland wachsen ständig,“ sagte der Unabhängige Beauftragte für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig. „Für die Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und den Folgen ist die Kompetenz und das Erfahrungswissen Betroffener unerlässlich.“ Das Bewerbungsverfahren für den Betroffenenrat war am 21. Oktober 2019 gestartet, bis zum 9. Dezember 2019 gingen über 200 Bewerbungen ein, die ein Auswahlgremium gesichtet hat. Das Auswahlgremium einigte sich nach einem differenzierten Auswahlverfahren einstimmig auf sieben neue Mitglieder und schlug diese Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zur Berufung vor, die Anfang Juni 2020 erfolgte.  Die weiteren elf Mitglieder waren bereits im ersten Betroffenenrat tätig und setzen ihr Engagement fort. Bei der Auswahl und Zusammensetzung des neuen Betroffenenrates waren die im Kabinettsbeschluss von Dezember 2018 benannten Kriterien von Gendergerechtigkeit, Altersdiversität und unterschiedlichen Missbrauchskontexten besonders relevant.

Der Betroffenenrat erklärte: „Seit der Gründung des Betroffenenrates 2015 ist es gelungen, über die fachliche und persönliche Expertise von Betroffenen zunehmend politische und gezielt auch gesellschaftliche Prozesse zu initiieren und zu begleiten. Diese politische Beteiligung von Betroffenen ist tatsächlich auf nationaler wie internationaler Ebene einmalig. Wir wünschen uns sehr, dass irgendwann die Expertise von Betroffenen völlig selbstverständlich eingeholt wird und dieses Beteiligungsmodell in den Bundesländern, in Organisationen und Institutionen und international Schule macht.“

Der Unabhängige Beauftragte betonte mit Blick auf die bisherige Zusammenarbeit: „Die Mitglieder des Betroffenenrates sind Expertinnen* und Experten* in eigener Sache und verfügen über enormes Detailwissen zu vielen Aspekten sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Für unser dringend notwendiges und gemeinsames Engagement ist diese umfassende Expertise von Betroffenen unverzichtbar.“

„Es ist ein starkes Signal, dass mit der zeitlichen Entfristung des Betroffenenrates die dauerhafte Beteiligung von Betroffenen gesichert ist,“ sagte der Betroffenenrat. „Wir werden als Gremium alles daransetzen, gemeinsam das gesellschaftliche Tabu rund um sexuelle Gewalt zu durchbrechen. Es geht darum Täter*innenstrategien gesamtgesellschaftlich zu erkennen und zu durchkreuzen und betroffenen Kindern und Jugendlichen ebenso wie erwachsen gewordenen Betroffenen alle individuell erforderlichen Hilfen und Begleitung zu ermöglichen.“

Der Betroffenenrat ist ein ehrenamtlich tätiges Gremium, das den UBSKM und seinen Arbeitsstab berät. Er wurde im März 2015 erstmals konstituiert. Die Mitglieder haben sexualisierte Gewalt in unterschiedlichen Kontexten erlebt, zum Beispiel im familiären, institutionellen und nicht-institutionellen Kontext sowie im Bereich der organisierten und rituellen Gewalt. Der Betroffenenrat setzt sich für die Belange Betroffener sexualisierter Gewalt ein, die Mitglieder geben dem Thema ein Gesicht und eine Stimme. Sie tragen die Anliegen der Betroffenen in den politischen Diskurs und in die Öffentlichkeit.

Durch die strukturierte Beteiligung von Betroffenen sollen die Belange von Betroffenen auf Bundesebene Gehör finden und in laufende Prozesse zum breiten Themenfeld des sexuellen Kindesmissbrauchs einfließen. Indem der Betroffenenrat bei der Entwicklung von Konzepten, Vorhaben, Stellungnahmen und Positionierungen des UBSKM mitwirkt, trägt er die Anliegen und Expertisen der Menschen, die als Kinder oder Jugendliche sexuelle Gewalt erlitten haben, in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs.

Weitere Informationen und Hilfeangebote:
www.beauftragter-missbrauch.de
www.hilfeportal-missbrauch.de
Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800 2255530 (kostenfrei und anonym)

Ferienprogramm

Der Kinderschutzbund Trier bietet an jedem Mittwoch in den Ferien eine Wanderung in der Umgebung für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren an.

Termine: von jeweils 10 bis 16 Uhr
08.07
15.07
22.07
29.07
05.08
12.08

KLEINE AUSZEITEN FÜR DICH :)

Auf dieser Seite findest Du einmal in der Woche eine neue kleine Aufmunterung von uns für Deinen Alltag.

Die Beratungsstelle hier in unserem Kinderschutzbundhaus unterstützt und berät auch bei Zeugnissorgen und Schulproblemen. Gerne können Sie oder /und kannst Du Kontakt zu uns aufnehmen 🙂

Klingeln für die Kinderrechte

Der diesjährige Weltkindertag stand unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“. Gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderrechte setzte der Kinderschutzbund Trier e.V. sich für dieses Kinderrecht auf dem Kornmarkt in Trier ein.

 

 

 

 

Kinder und Jugendliche konnten sagen wo und wie sie gerne mitsprechen möchten und gehört werden würden. Mehr Mitsprache in der Schule, bei Gestaltung von Spielplätzen, bei dem was sie anziehen wollen, bei ökologischen Entscheidungen über die Planung und Entwicklung von Zukunftsperspektiven durch die Erwachsenen u.v.m. Jede dieser Wünsche – wurde begleitet durch lautes Klingeln von Fahrradklingeln – auf einer Wäscheleine sichtbar auf gehangen.

Fazit der Veranstaltung war es, mehr Mut zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen und Nutzung ihrer vielfältigen Ideen zu haben.

Übernachtung im Zoo – Mädchenwochenende des Kinderschutzbundes Trier

Auf die Mädchen im Alter von 8- 12 Jahren wartete diesmal ein ganz besonderes Erlebnis – eine Übernachtung im Zoo. Treffpunkt war der Trierer Hauptbahnhof und mit so viel Gepäck wie man tragen konnte – stiegen alle voller Erwartung, Vorfreude und Spannung in den Zug Richtung Saarbrücken.

Das hatte bis jetzt noch niemand erlebt und so wurden viele aufgeregte und neugierige Fragen gestellt und die Spannung wuchs. In Saarbrücken schafften wir den Wechsel vom Zug zum Bus ohne völlig nass zu werden und erreichten nach einer halben Stadtrundfahrt endlich den Zoo.

Wir wurden schon erwartetet und konnten unser gesamtes Gepäck im Trockenen abstellen und unsere ersten Eindrücke vom Zoo sammeln. Ganz besonders faszinierte der Streichelzoo und die Ziegen erhielten ganz viel Zuwendung und Fürsorge. Aber da waren dann ja auch noch die Pferde, der Esel, das Lama, die Pinguine, die Leoparden……

Mädchenwochenende des Kinderschutzbundes Trier – Diesmal eine Übernachtung im Zoo

Mädchen übernachten im Saarbrücker Zoo

Übernachtung im Zoo

 

Nach diesem kurzen Einblick ging es zurück in Forscherhaus und dort lernten wir Frau Silke Reinig kennen, die uns durch die Nacht begleitete. Am Anfang jeden Abenteuers steht der Hunger und so bereiteten wir alle gemeinsam das Abendessen vor um anschließend zusammen zu essen. Aber halt – da war doch noch etwas. In dem Raum in dem wir übernachten sollten befand sich ein Terrarium mit 3 Würgeschlangen. Dies zog natürlich die Aufmerksamkeit aller auf sich und so nahm Silke kurzerhand eine der Schlange heraus und erzählte uns ganz viel darüber. Bevor sie die Schlange wieder zurücklegte, durfte jedes der Mädchen und auch die Betreuerinnen die Schlange anfassen und alle waren erstaunt darüber, wie weich und glatt sie sich anfühlte.

Nach dem Abendbrot richteten wir unser Übernachtungslager auf dem Fußboden im Forscherhaus ein und dann begann der nächtliche Spaziergang durch den Zoo. Es ist unbeschreiblich im Dunkeln als einzige Besucher sich durch den Zoo zu bewegen und zu den Tieren gehen zu können. Die Pinguine waren im Dunkeln noch an den Hängen zu erkennen, die Seehunde lagen als Schatten an Land, Bruno das Tapir ließ sich von uns nicht aus der Ruhe bringen, die Piranhas wurden in ihrer ganzen Schönheit sichtbar, im Affengehege war die Neugier auf uns Besucher spürbar, selbst Pferd und Esel näherten sich uns nächtlichen Besuchern. Faszinierend waren die Flughunde im Nachttierzoo und aufregend das Überqueren der Hängebrücke im Dunkeln. Die Fledermäuse ließen sich – trotz heftigem Bemühens – nicht so anlocken wie gewünscht. Eine weitere tolle Erfahrung war, dass es auch ohne Taschenlampen möglich ist sich im Dunkeln zu bewegen, wenn man den Augen Zeit gibt sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

Nach einer letzten gute Nacht Geschichte fielen alle in einen tiefen Schlaf. Nach dem Frühstück und dem gemeinsamen Aufräumen am anderen Morgen ging es noch einmal mit durch den Zoo – diesmal zur Fütterung der Seehunde. Mit einem besonderen Geschenk in unseren Rucksäcken. Silke hatte uns allen zum Abschied ein Stück von einer gehäuteten Schlangenhaut geschenkt. Nach einem letzten Abstecher auf den Spielplatz ging es mit dem Bus zurück zum Bahnhof. Nach einem Abstecher in einer bekannten fast Food Kette stiegen wir mit all unserem Gepäck und unseren vielen tollen neuen Erfahrungen und Erlebnissen in den Zug Richtung Trier.

Themen-Abend zum Thema „Wut“ am 20. November 2017

„Umgang mit der Wut – bei uns Eltern und bei unseren Kindern“:
Wut begegnet uns in unserem Alltag immer wieder und zwingt uns zu handeln.
• Doch wodurch wird die Wut eigentlich ausgelöst?
• Wie reagiere ich auf Wut bei mir selbst / bei meinen Kindern?
• Welche frühzeitigen Ausstiegsmöglichkeiten finden wir?
• Was kann helfen, die Wut zu nutzen und konstruktiv mit ihr umzugehen?

Gemeinsam wollen wir an diesem zweiten Themen-Abend den gestellten Fragen nachgehen und Lösungsideen entwickeln, die zum Ausprobieren und Umsetzen einladen.

Moderiert wird der Themen-Abend von den „Starke Eltern – Starke Kinder®“- Elternkursleiterinnen Elke Behrendt-Gernert (Systemischer Elterncoach) und Carina Steinbach.
Beginn ist um 20 Uhr. Die Gebühr beträgt 10,00 €.
Veranstaltungsort ist das Gebäude des Kinderschutzbundes OV/KV Trier e.V. „Meine Burg“ in der Thebäerstraße 46 in Trier.
Information und Anmeldungen ab sofort
• unter der Telefonnummer 0651-999366-200 oder
• per E-Mail an info@kinderschutzbund-trier.de oder
• über unser Kontaktformular:

Selbstsicherheits- und Selbstbehauptungstraining für Mädchen von 11 – 14 Jahren am 11./12.11.2017

Mutig und stark!

Mutig sein, Nein-Sagen, sich wehren . . .  das alles und vieles andere lernst Du in diesem Workshop.

Erlebe, wie stark Du wirklich bist und lerne Dich in unangenehmen und bedrohlichen Situationen zu wehren. Zusammen mit anderen Mädchen kannst Du mit Spaß ein selbstsicheres Auftreten üben. Selbstbewusstsein ist Selbstschutz!

Lerne zu Dir zu stehen. Lerne

  • die eigenen Grenzen kennen und sie für andere deutlich zu machen
  • die eigene Meinung zu äußern
  • unangenehme, grenzüberschreitende Situationen wahrzunehmen
  • kompetent in Gefahrensituationen zu handeln

Dieses Training stärkt Dich nach innen, weil es Dir mehr Bewusstsein für Deinen eigenen Wert vermittelt, wie auch nach außen, indem Du Dich bei Bedarf schützen und verteidigen lernst.

Mach mit! Wir freuen uns auf Dich!


Termin:
Ort:
Trainerin:
Kosten:
Anmeldeschluss:
Anmeldung/Information:

11./ 12.11.2017 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Kinderschutzbund Trier, Thebäerstr. 46, 54292 Trier
Irene Stangl
10 €
31.10.2017
Kirsten Erdtmann (Kinderschutzdienst) Tel.: 0651-999366180